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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Und die Antworten dazu.
 
AN UNS Plant Ihr Eure nächste Reise oder habt Ihr erstmal genug?
. Wie war die Resonanz auf Eure Website?
. Wie sind Eure Erfahrungen bezügl. Vermarktung?
. Wie hat eure Familie reagiert, als Ihr sagtet, dass Ihr so lange wegfahrt?
. Wie waren die Reaktionen von Freunden und der Familie mit einem kleinen Kind so eine Reise zu machen?
. Was macht Euer Buchprojekt? Ist das Buch schon erhältlich?
. Was genau beinhaltet Euer Buchprojekt? 
   
VOR DER REISE Wie seid Ihr denn mit Euren Ängsten umgegangen bzw. wie kann man diese "bewältigen"?
Finanzielles Was kostet eine Weltreise?
Finanzielles Wie habt Ihr das gemacht mit Job und Geld?
Finanzielles Wie werden die Finanzen am besten unterwegs geregelt - Visa, Traveller Cheques o.ä.?
Finanzielles Wie war das eigentlich mit dem Untervermieten? Hat man nicht irgendwie ein blödes Gefühl dabei, dass jemand fremdes im eigenen Bett schläft und aus Deiner Kaffeetasse trinkt?
Gesundheit Wie habt Ihr Euch krankenversichert?
Kind Kann man mit schulpflichtigen Kindern das Reisen außerhalb der Ferienzeiten vergessen?
Kind Welche Spiele und Kinderbücher zum Vorlesen empfehlt Ihr?
Planung Welches sind die vier größten Hindernisse?
Planung Wie habt Ihr Flüge, Hotel etc. geplant?
Reiseziele Eure "Learnings" für unsere Vorbereitung: Würdet Ihr an Eurer Route im nachhinein etwas ändern oder denkt Ihr, dass diese (für Kinder) ideal war?
Reiseziele Habt Ihr auch Infos zu Eurem "Testurlaub" in Thailand?
Reiseziele Unsere Route sieht wie folgt aus China, Tibet, Thailand, evtl. Laos und Kambodscha, Australien, Neuseeland, Chile, Argentinien und Galapagos. Haltet Ihr diese Route mit einem Kleinkind für machbar oder muten wir ihm und uns zuviel zu?
Reiseziele Welchen Standort in Südostasien würdet Ihr spontan als perfekt für strandliebende Kinder & kulturell interessierte Erwachsene aussuchen - auch z. B. für eine kürzere Reise?
Reiseziele Hattet Ihr bei Eurem ersten Besuch - in Myanmar - einen Guide?
Allgemein Habt Ihr noch Links zu Familien die noch unterwegs sind?
   
UNTERWEGS Auf Eurer großen Reise hatte Amelie gar kein "Schmusetier" mit, oder?
. Gab es auch mal Phasen wo sich Eure Tochter gelangweilt hat oder gemault hat, weil irgendein Reise-Abschnitt zu lange gedauert hat, etc.?
. Hattet Ihr bzw. Amelie Probleme mit Heimweh?
. Ihr wart ja mit Amelie durchaus auch an Orten, die man nicht gerade als "kinderfreundlich" bezeichnen würde, z.B. das S21-Gefängnis in Phnom Phenh oder die Killing Fields. Hat sie das nicht tagelang beschäftigt?
. Wie hat Amelie den langen und anstrengenden Flug verkraftet?
. Wie ist es mit Freundschaften für die Kinder - trotz Sprachbarriere?
. Wie habt Ihr das mit E-Mails und so gelöst - immer ins Internetcafe?
. Wie habt Ihr Euch vor Ort die Unterkünfte ausgesucht?
   
NACH DER REISE Und Eure Jobs? Als Ihr wieder da wart - wie wart Ihr für die erste Zeit abgesichert?
. Wie hat Amelie sich durch die Reise verändert?
. Wie war denn für Amelie die Umstellung nach der Reise, auf "wieder sesshaft sein"?
   
ANTWORTEN
AN UNS Plant Ihr Eure nächste Reise oder habt Ihr erstmal genug?
  Wir verfolgen konsequent unsere Vision des '6-Monats-Wochenendes', dass wir langfristig jedes Jahr einlegen wollen, als Dach für unsere Aktivitäten. Und die vierte große Reise - nach Nr 1., Südostasien, Nr. 2, Sri Lanka und Nr. 3, Burma und Malaysia - ist schon im Visier. Dafür werden wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Ideen sprießen schon.

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. Wie war die Resonanz auf Eure Website?
  Sehr gut! Danke, an dieser Stelle für all die lobreichen Mails. Ein paar Nörgler-Einträge gab es natürlich auch - beschränkte sich aber auf zwei oder drei.

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. Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich Vermarktung?
  Die Website refinanziert sich über ausgewählte, also thematische passende, und kostenpflichtige Banner- und Linkschaltungen. 2013 werden honorierte Vorträge folgen. Derzeit arbeiten wir an einem Buch, dass gute Fortschritte macht. Und die 2012er-Reise ist als Filmprojekt organisiert. Um diesen und allen weiteren geschäftlichen Aktivitäten einen wirtschaftlichen Rahmen zu geben, haben wir 2012 die Weltreise mit Kind OHG gegründet, die sich auf Konzeption, Entwicklung, Produktion, Vermarktung und Vertrieb von Medienprodukten- und Dienstleistungen konzentriert. Das Feld "Reisen mit Kindern" hat enormes Potential. Und wir wollen damit eine tragfähige Einkommensquelle schaffen.

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. Wie hat Eure Familie reagiert, als Ihr sagtet, dass Ihr so lange wegfahrt?
  Auch da sehr unterschiedliche Reaktionen (siehe oben). Natürlich waren alle erstmal traurig, dass sie uns - und vor allem Amelie - dann so lange nicht sehen würden. Aber im Großen und Ganzen war's okay. Keine Jubelstürme, aber eben auch keine Dramen. Und nun, bei der zweiten großen Reise, war es eh kein Thema mehr.

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. Wie waren die Reaktionen von Freunden und der Familie mit einem kleinen Kind so eine Reise zu machen?
  Sehr unterschiedlich - wie die Menschen eben so sind. Die meisten Freunde kennen uns schon lange und trauten uns zu, verantwortungsvoll zu Reisen - und die Risiken hauptsächlich für Amelie zu minimieren. Sie haben sich für und mit uns gefreut.

Es gab aber auch vereinzelt andere Stimmen. "Wie? Ein halbes Jahr reisen? Nur Reisen, ganz ohne Aufgabe? Könnten wir uns nicht vorstellen." oder "Das könnt Ihr doch nicht machen! Ihr entscheidet über den Kopf von Amelie hinweg!" oder "Was, wenn Amelie krank wird? Und von was wollt Ihr leben, wenn Ihr zurückkommt?"

Und da wir alle Reisen schadenfrei "überstanden" haben, haben wir keine ernsthaften Bedenken mehr. Natürlich checken wir immer, ob eine Destination für die Kinder geeignet ist. Wenn wir denken, dass es zu anstrengend werden könnte, dann wird die Idee gestrichen.

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. Was macht Euer Buchprojekt? Ist das Buch schon erhältlich?
  Noch nicht. Was wir verraten: Die Hälfte aller Interviews sind geführt. Darunter ein sehr spannendes mit Deutschlands bekanntestem Naturfilmer, Andreas Kieling. Einen dezidierten Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Frühestens Weihnachten 2012 wird das Buch erscheinen, eher Frühling 2013. Wer sich im Newsletter anmeldet, den halten wir hier gerne up to date.

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. Was genau beinhaltet Euer Buchprojekt? 
  Das Buch ist ein Mutmacher-Wegweiser-Ratgeber. Er bestärkt Menschen, als Familie die Welt zu bereisen und sich Lebensträume zu erfüllen.

Dazu zeigen wir hochspannende Interviews mit professionellen Reiseexperten : Reiseforschern, -wissenschaftlern, -philosophen, -psychologen, -medizinern, -ausrüstern. Um vor allem die fachliche, und rationale Seite abzudecken.

Und als Inspiration und Beispiel portraitieren wir Familien, die wie wir für ein paar Monate durch die Welt mäandert sind und für immer unvergessliche Erlebnisse gewonnen haben.

Ob mit drei Kindern, sechs Monate per Bus durch Südostasien oder mit einem Kind für ein Jahr per Fahrrad in Australien unterwegs. Es ist alles dabei. Und dann packen wir mit den Servicekapiteln wie z.B. Fliegen mit Kindern, eine gehörige Portion Nutzwert ins Buch.

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VOR DER REISE Wie seid Ihr denn mit Euren Ängsten umgegangen bzw. wie kann man diese "bewältigen"?
  Wir haben uns unseren Ängsten (soviel gab's da nicht) gestellt und evtl. Risiken - so gut es ging - minimiert. Was hier hilft, ist eine Risikoliste. Dazu werden alle möglichen Risiken gesammelt und niedergeschrieben (ist eine Projektmanagement-Methode). Anschließend bewerten (nach Schwere). Dann die sogenannte Eintrittswahrscheinlichkeit für jedes Risiko schätzen. So wird zunächst eine Rangfolge der Risiken erstellt. Anschließend werden für jedes Risiko Maßnahmen bei Eintreten und Maßnahmen zur Vorbeugung beschrieben.

Es tut gut, das Kaleidoskop der möglichen Risiken und den Umgang damit mal auf eine Seite DIN A4 niederzuschreiben. Unser Rat: Nicht nur an Risiken und Ängste denken und das Unterbewusstsein mit negativen Bildern anfüttern, sondern BEWUSST auch positive Bilder im Kopf produzieren. Beispiel: Wie sähe "Unsere wunderbare Reise" als Beitrag einer Reisesendung im Fernsehen aus? Mut zu Kino im Kopf!

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Finanzielles Was kostet eine Weltreise?
  Pauschal lässt sich das so nicht sagen. Es kommt immer darauf an wie, wohin und vor allem, wie komfortabel man reist. Wir persönlich hatten ein Tagesbudget von 100 Euro. Dies beinhaltete sämtliche anfallende Kosten (Transportmittel, Übernachtung, Essen, Eintrittsgelder, Spenden, Souvenirs, etc.). Letztendlich haben wir aber weniger gebraucht, obwohl wir gut gelebt haben und uns hin und wieder mal ein gutes Hotel mit Pool oder ein Fahrzeug mit Fahrer gegönnt haben.

8 Jahre sind seit der ersten Reise im Jahre 2004 vergangen, alles ist teurer geworden und wir reisen zu viert. Unser Tagesbudget haben wir daher hoch gesetzt auf 120 Euro. Bis jetzt kommen wir sehr gut damit zu recht.

Freunde von uns sind - mit zwei Kindern - mit nur 25 Dollar pro Tag ausgekommen. Deren Reiseschwerpunkt lag allerdings in Kambodscha. Euer Budget sollte daher auch auf die allgemeinen Lebenshaltungskosten im Reiseland abgestimmt werden.

Im Buch stellen wir viele Familienreisen - mit Destinationen, Reiseart, Anzahl und Alter der Kinder - und den jeweiligen Kosten - vor. Daran kann man sich hervorragend für die eigene Reise orientieren.

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Finanzielles Wie habt Ihr das gemacht mit Job und Geld?
  Geld ansparen! Laufende Kosten in der Reisezeit minimieren! Also: Wohnung untermieten, Auto abmelden, Versicherung auf Eis legen, Abos kündigen etc. Mehr dazu auch in unserem Ratgeber. Zum Jobhandling gibt's hier mehr.

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Finanzielles Wie werden die Finanzen am besten unterwegs geregelt - Visa, Traveller Cheques o.ä.?
  Den größten Teil hatten wir als Traveller Cheques dabei, dann noch 2 Kreditkarten und Bargeld (Dollar und Euro). Das alles - neben wichtigen Dokumenten wie Pässe, Flugtickets etc. - wasserdicht und immer "am Mann" verstauen. Die notwendigen Visa für das nächste Land haben wir vor Ort organisiert - was in Bangkok überhaupt kein Problem ist. In vielen Ländern - so z.B. überall in Thailand, Malaysia - kann man sich Bargeld mit Kreditkarte (teilweise sogar EC-karte) am Geldautomat holen.

Die sogenannten On-Arrival-Visa, also jene, die man im Zielland direkt im Flughafen bei Ankunft bekommt, sind nicht über all zu bekommen. Da die Zoll- und Reisevorschriften in asiatischen Ländern manchmal unbeständig sind, empfiehlt es sich, die Visa immer vor der Reise ins Wunschland zu organisieren. In Myanmar ist bis heute (Stand Sommer 2012) noch kein On-Arrival-Visum möglich. Dann darfst Du Dich gleich wieder in die nächste Maschine zurück setzen.

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Finanzielles Wie war das eigentlich mit dem Untervermieten? Hat man nicht irgendwie ein blödes Gefühl dabei, dass jemand fremdes im eigenen Bett schläft und aus Deiner Kaffeetasse trinkt?
  Das Untervermieten hat dreimal bestens geklappt. Alle persönlichen Dinge (Kleider, Photoalben, wertvolle Dinge, Computer, unsere heißgeliebte Espresso-Maschine, etc.) hatten wir in unserer Mädchenkammer eingeschlossen. Unsere lieben Nachbarn und Freunde kümmern sich um die Vermietung inkl. Checkin, Checkout, Kaution, Schlüssel, Putzfrau-Orga etc.

Pro Reise sind durchschnittlich drei Zwischenmieter in unserer Wohnung. Nicht zu vergessen ist, dass die Untervermietung vom Eigentümer genehmigt werden muss.

Und für die Finanzplanung: Die Miete ist ein großer (bei uns sogar der größte monatliche) Kostenblock. Durch die Untermieteinnahmen können die Kosten zu einem großen Teil amortisiert werden. Ich habe gehört, dass einige mit Gewinn untervermietet haben. Das muss dann allerdings versteuert werden.

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Gesundheit Wie habt Ihr Euch krankenversichert?
  Malte und Amelie - beide privat versichert - konnten sich über Ihre Krankenkasse auslandsversichern. Annette musste sich (weil sie unbezahlten Urlaub hatte) für die Zeit der Reise, bei ihrer Krankenkasse (Techniker) freiwillig versichern und zusätzlich noch eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Dies wiederum hat sie über Maltes Privatversicherung gemacht. Das geht aber alles sicher günstiger. Die ADAC-Auslandsversicherung soll gut und günstig sein.

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Kind Kann man mit schulpflichtigen Kindern das Reisen außerhalb der Ferienzeiten vergessen?
  Nein. Sicher ist es in Deutschland nicht ganz so einfach, sein Kind aus der Schule zu nehmen. Wir haben Schulpflicht und nicht nur Lehrpflicht wie z.B. in Österreich. Doch bis dato haben wir noch von keinem Fall gehört, bei dem die Schule sich komplett verweigert hat. Das hängt natürlich auch vom Leistungsstand des Kindes ab.

Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, einen Weg zu finden. Als langzeitreisende Familie ist man immer noch eine Ausnahme. Die Schulleitung dürfte somit keine Angst haben, dass es plötzlich massenweise Nachahmer gibt. Und natürlich muss man auf der Reise den Schulstoff bearbeiten. Hier der Aufwand - nach den Berichten unser interviewten Familien - jedoch nur ein Bruchteil des Zeitaufwandes in der Schule. Die Lernumgebung - ein Lehrer = ein Kind - ist eben extrem effizient. Hier noch mehr Infos dazu.

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Kind Welche Spiele und Kinderbücher zum Vorlesen empfehlt Ihr?
  Wir haben uns für ein Vorlesebuch von Hans Fallada - Geschichten aus der Murkelei - entschieden (was eine sehr gute Entscheidung war, da die Geschichten auch für Erwachsene nett zu lesen sind). Außerdem für einen Stapel Pixi-Bücher, die wir - sobald wir sie auswendig konnten - an einheimische Kinder verschenkt haben. So war allen geholfen.

Ansonsten sind alle möglichen Kartenspiele zu empfehlen, bzw. alles was nicht zu viel Platz wegnimmt. So auch Kniffel, ein Mini-Memory, Uno. Das Memory und "Schwarzer Peter" sind ganz wunderbare Spiele, weil einfach zu erklären und nonverbal zu spielen - so konnten die Kinder auch mit einheimischen Kindern spielen.

Für Amelie und Smilla sind Buntstifte sehr wichtig. Für Smilla führen wir ein wunderbares englischsprachiges Mal- und Schreiblernlernbuch namens 'Pen Control' - inklusive abwischbarem Stift. Amelie hatte auf ihrer ersten Reise 2004 ein eigenes Moleskine-Notizbuch, aus dem ein Bilder-Tagebuch wurde. Eine sehr schöne Erinnerung. Mehr dazu auch im Ratgeber.

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Planung Welches sind die vier größten Hindernisse?
  Finanzierung, Gesundheitspflege unterwegs, Schulpflicht, Reintegration in den Job. Davon werden wir eingehend im Buch und im Film berichten.

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Planung Wie habt Ihr Flüge, Hotel etc. geplant?
  Vorab gebucht hatten wir nur den Hinflug nach Bangkok und sechs Monate später von dort den Rückflug. Alles andere haben wir vor Ort organisiert. Flüge, Tickets, Visa und auch Gästehäuser.

Für die erste Woche in Sri Lanka hatten wir von Deutschland aus ein schönes Hotel nahe des Flughafens gebucht. Ankunftszeit war morgens 4.30 Uhr. Da wollten wir zuerst mal wissen wo es hingeht, um uns dann zu akklimatisieren. Damit die Kinder in aller Ruhe alles beschnuppert, ertasten und erschmecken können. Nach einer Woche Vollverpflegung im Hotel waren wir soweit unsere eigenen Wege zu gehen. Und dann wurde alles spontan - mit maximal 10 Tagen Planungshorizont - organisiert.

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Reiseziele Eure "Learnings" für unsere Vorbereitung: Würdet Ihr an Eurer Route im nachhinein etwas ändern oder denkt Ihr, dass diese (für Kinder) ideal war?
  Für uns war die Route (hier das Beispiel der 2004er-Reise) super:
  • Akklimatisieren in Bangkok
  • Abenteuerspiel Angkor
  • Schiffstour nach Vietnam
  • Baden auf Phu Quoc (Vietnam)
  • Zugfahrt nach Hanoi
  • Bootstour in der Halong Bay
  • Fahrradfahren in Vang Vieng
  • Relaxen in Luang Prabang usw. 

Alles schön abwechslungsreich und im angemessenen Tempo. Darauf kommt es an! Die Route funktioniert bestimmt auch andersrum.

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Reiseziele Habt Ihr auch Infos zu Eurem "Testurlaub" in Thailand?
  Wir finden, dass Thailand als Einstieg für eine Südostasien bestens geeignet ist: Eine gut ausgebaute Infrastruktur, gute medizinische Versorgung und die Möglichkeit sich auf Englisch verständigen zu können. Das erleichtert vieles. Zu Beginn kann man sich erst einmal in touristisch komplett erschlossenen Gegenden akklimatisieren und dann peu à peu in die noch nicht so entdeckten Teile ziehen.

Siehe auch übernächste Frage!

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Reiseziele Unsere Route sieht wie folgt aus China, Tibet, Thailand, evtl. Laos und Kambodscha, Australien, Neuseeland, Chile, Argentinien und Galapagos. Haltet Ihr diese Route mit einem Kleinkind für machbar oder muten wir ihm und uns zuviel zu?
  Grundsätzlich: Nehmt Euch nicht zu viel vor! Lasst Euch treiben. Bleibt flexibel. Zeitdruck braucht man nun wirklich nicht auf einer Reise. Auch wir hatten noch viel mehr Länder auf unserem Plan. Aber wir merkten schnell, dass das so nicht klappen wird.

Während der Reise nur grobe Blöcke planen. Wenn Ihr vor Ort viel fliegen wollt, dann rechtzeitig Flüge buchen. Die Preise der Billig-Airlines werden mit abnehmender Zeit zum Abflugdatum immer teurer.

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Reiseziele Welchen Standort in Südostasien würdet Ihr spontan als perfekt für strandliebende Kinder & kulturell interessierte Erwachsene aussuchen - auch z. B. für eine kürzere Reise?
  Ganz spontan: Thailand! Super Strände, fantastische Tempel, im Norden eine herrliche Landschaft, gute Infrastruktur. Alles sehr entspannt. Nicht umsonst haben wir unseren "Probeurlaub" dorthin gemacht und Amelies Asientauglichkeit getestet.

Aus jetziger Sicht können wir auch Sri Lanka als Einsteigerreise wärmstens empfehlen. Der Flug von Deutschland ist noch mal 2 Stunden kürzer. Die Insel ist klein, daher die Wege kurz. Die Infrastruktur bestens. Das Essen hervorragend. Unterkünfte gibt es in jeder Preiskategorie. Und von Tempeln, über grandiose Landschaften, einer paradiesischen Flora und Fauna ist die Vielfalt der Insel unschlagbar. Da ist für jeden was dabei.

Das gleiche gilt auch für Malaysia. Wasser haben wir stets bedenkenlos aus dem Wasserhahn genommen, zum Zähneputzen und für den einen oder anderen Drink. Wir haben uns beim Austesten unbekannter Speisen und Getränke nicht zurückgehalten, was man auch im Film sehen kann! Nie hatte einer von uns irgendwelche Magenprobleme.

Längere Strecken kann man per Billigflieger oder per komfortablem Bus mit Klimaanlage zurücklegen. Und: Die Malaien sind sehr kinderfreundlich!

Noch was: Das Reisen (Essen, Übernachtung, Transport) ist in Malaysia ist vergleichsweise günstig. Und: Uns ist nichts zu Ohren gekommen hinsichtlich Diebstahl, Belästigung, Abzockerei o.ä. Es ist sehr sicher, in Malaysia zu reisen.

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Reiseziele Hattet Ihr bei Eurem ersten Besuch - in Myanmar - einen Guide?
  Ja, hatten wir. Können wir auch sehr empfehlen und stellen gerne einen Kontakt her.

Malte war nun schon siebenmal in Burma und ist jedes mal mit Htun, seinem Facilitator, Assistenten und Übersetzer unterwegs gewesen.

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Allgemein Habt Ihr noch Links zu Familien die noch unterwegs sind?
  Ja, einige davon sind auf unserer Linkliste zu finden.

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UNTERWEGS Auf Eurer großen Reise hatte Amelie gar kein "Schmusetier" mit, oder?
  Obwohl wir gemeinsam beschlossen hatten ihre Puppe Emma zu Hause bei Amelies Freundin Elise in Pflege zu geben (so eine große Reise ist nix für Puppenbabys) hatte Amelie natürlich ein Kuscheltier dabei. Vor Ort kann man aber auch neue 'Pflegekinder - bzw. -tiere' finden. Amelie und Smilla haben in Malaysia einen Stoff-Orang Utan und -Nasenaffen in ihre Herzen geschlossen.
 
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. Gab es auch mal Phasen wo sich Eure Kinder gelangweilt oder gemault haben, weil irgendein Reise-Abschnitt zu lange gedauert hat, etc.?
  Soweit ich mich erinnern kann, war es nur in Burma etwas anstrengend mit und für Amelie. Da wir eine komplette Rundreise gemacht haben und die Entfernungen doch sehr groß sind, saßen wir oft und lange im Auto. Da war Amelie dann auch schon mal genervt.

In all den anderen Ländern gab es überhaupt keine Probleme. Wenn es Amelie auf der Fahrt zu langweilig wurde, hat sie geschlafen. Und ansonsten gab es ja immer so wahnsinnig viel Neues und Spannendes zu sehen. Auch unsere Spiele haben da sehr geholfen.
 
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. Hattet Ihr bzw. Amelie Probleme mit Heimweh?
  Manchmal hatte sie schon Heimweh nach den Omas und Opa und all Ihren Freunden. Hat sich aber in Grenzen gehalten. Dank Internet hatten wir regen Kontakt nach Deutschland. Ihre Puppe Emma (wir hatten sie bei Amelies Freundin Elise in Pflege gegeben) hat sie oft vermisst. Elise hat hin und wieder ein Foto von Emma und ihren neuen Puppenfreunden gemailt, da saß Amelie dann ganz gerührt mit Tränen in den Augen am PC und hat ihre Emma auf dem Bildschirm gestreichelt (Das nächste Mal kommt Emma übrigens mit!).

Auf unserer jetzigen Reise durch Sri Lanka gibt es bezüglich Heimweh sowieso kein Problem. Alle Freunde von Amelie haben Email-Adressen und so sind sie in regem Kontakt. Für Smilla ist es eh noch kein Thema. Sie fühlt sich wohl wo wir sind. Mehr braucht sie noch nicht.
 
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. Ihr wart ja mit Amelie durchaus auch an Orten, die man nicht gerade als "kinderfreundlich" bezeichnen würde, z.B. das S21-Gefängnis in Phnom Phenh oder die Killing Fields. Hat sie das nicht tagelang beschäftigt?
  Ja, das hat sie schon sehr beschäftigt. Wir mussten ihr alles erklären, wieso, weshalb, warum. Aber es hat sie nicht belastet. Kinder gehen anders damit um. Zumindest ist es bei Amelie so. Wenn sie ein verstümmeltes Kind (Minenopfer) gesehen hat, hat sie natürlich geguckt und uns Löcher in den Bauch gefragt. Sie fand das auch alles fürchterlich gemein und ungerecht, aber dann war es auch wieder ok. Für sie war es Teil einer anderen Welt.

Während der Sri Lanka-Reise hat sie der Tsunami sehr beschäftigt. Überall sah sie Ruinen in der Nähe des Strandes. Oft hat sie uns gefragt: "Wenn jetzt ein Tsunami käme, wären wir dann sicher?" Wir schlugen ihr vor, dass sie einen Aufsatz für die Schule über den Tsunami schreibt. Dabei konnte sie so einiges an Fragen für sich klären. Und außerdem ein hochspannendes Interview mit einem Überlebenden führen.
 
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. Wie haben die Kinder den langen und anstrengenden Flug verkraftet?
  Für Amelie sind Flüge - auch Langstreckenflüge - kein Problem:
  1. Amelie möchte gerne mal Stewardess werden und beobachtet somit ständig Ihre "Vorbilder" bei der Arbeit.
  2. Es gibt das Bord-TV-Programm, das - egal was kommt - Amelie als "Nichtfernsehkind" voll in seinen Bann zieht.
  3. Flüge nach Asien sind in der Regel abends. D.h. spätestens beim zweiten Film und nach dem Essen schläft sie tief und fest. Kopf bei Mama und Beine bei Papa auf dem Schoß. Was will man mehr?

Mit der eineinhalb jährigen Smilla war das 2010 eine ganz andere Sache. Der erste Flug nach Frankfurt klappte wunderbar. Der Weiterflug nach Colombo dagegen Hölle. Nicht zuletzt wegen einer "kinderunfreundlichen" Mitreisenden, die sich alle Nase lang lauthals beschwert hat. Smilla konnte einfach keinen Schlaf auf Annettes Schoß finden. Zum Glück hatten wir den Großteil der Mitflieger auf unserer Seite. Aber 'entspannt' ist was anderes.

2012 hat alles wunderbar geklappt. Wir Smilla früh am Abflugtag früh geweckt, lang wach gehalten, so dass sie dann schön erschöpft im Flieger eingeschlummert ist. 

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. Wie ist es mit Freundschaften für die Kinder - trotz Sprachbarriere?
 
  1. Amelie war und ist von Natur aus eher schüchtern. Sie spielt gerne mit sich allein. Es passiert eher selten, dass sie von sich aus auf ein anderes Kind zugeht.
  2. Wenn Kinder da waren, haben unsere beiden schön mit ihnen gespielt. Das war sehr nett. Hervorragend macht sich da Schwarzer Peter, Memory, die Bandolinos oder gemeinsam puzzeln und malen. Auch haben wir viele Luftballons (die schlauchförmigen, zu vielen Figuren formbaren) an Kinder verschenkt. Alles geht nonverbal, manchmal mit ein bisschen Englisch, über die Bühne.

In Sri Lanka trafen wir auch Familien, die mit ihren Kindern Urlaub machen und so hatten die Mädels die eine oder andere Möglichkeit sich auszutauschen. Und Smilla spielt sowieso ohne jegliche Berührungsängste mit Kind und Kegel.

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. Wie habt Ihr das mit E-Mails und so gelöst - immer ins Internetcafe?
  Außer in Myanmar war es in den anderen Ländern kein Problem, ein Internetcafé zu finden, in dem wir auch mal unser Laptop anstecken konnten.

Mittlerweile führen wir stets zwei Laptops mit uns. Plus drei externe Festplatten für die Backups (Fotos & Filme). Vor Ort kann man sich für maximale Unabhängigkeit ein sogenanntes "Dongle" (in Deutschlang als Web'n'Walk-Stick bekannt) kaufen. Dazu muss man dann einen bestimmten Vertrag abschließen (bei einem Operator vor Ort) und erhält dann eine die Sim-Karte, die in den Stick eingeführt wird. Dann kann man fast überall online gehen.
 
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. Wie habt Ihr Euch vor Ort die Unterkünfte ausgesucht?
  Entweder nach Empfehlungen von anderen Reisenden oder durch die Reiseführer (Lonely Planet und Stefan Loose). Zunehmend finden wir auch über www.agoda.de günstige Unterkünfte vor Ort. Die sind fast immer günstiger als die Preise, die im Hotel aufgerufen werden. 
 
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NACH DER REISE Und Eure Jobs? Als Ihr wieder da wart - wie wart Ihr für die erste Zeit abgesichert?
  Annette hatte das Glück, unbezahlten Urlaub nehmen zu können. D.h. wir kamen 2010 am letzten Aprilfreitag zurück und montags saß sie wieder im Verlag. Malte - als Selbstständigem - passte es gut in die Projektplanung. Als wir zurück waren, dauerte es dann ein paar Wochen bis er wieder "was zu tun" hatte. Finanziell waren wir aber darauf vorbereitet. Und Amelie ist wenige Tage nach unserer Rückkehr 2010 wieder zur Schule gegangen.

2012 sieht es ähnlich aus. Nur wartet diesmal eine neue Schule - das Gymnasium - auf Amelie.
 
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. Wie hat Amelie sich durch die Reise verändert?
  Amelie ist selbstbewusster und offener gegenüber anderen geworden. Außerdem hat sie ein ausgesprochen gutes Sozialverhalten (wobei sie das vorher auch schon hatte). Auf der Reise hat sie viel von ihrem Spielzeug verschenkt. Die Auseinandersetzung mit Armut und Elend hat sie mitfühlend gemacht. Sie hat gelernt, selbst zu entscheiden, wem sie Almosen bzw. Spenden gibt (dafür haben wir ihr stets etwas Kleingeld mitgegeben). 

Amelies erste Idee nach der Rückkehr war, dass wir doch in eine kleinere Wohnung ziehen könnte, da unsere zu groß sei für drei Personen.
 
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. Wie war denn für Amelie die Umstellung nach der Reise, auf "wieder sesshaft sein"?
  Überhaupt kein Problem - ohne Untertreibung. Wir landeten morgens in Berlin und fuhren auf dem Nachhauseweg in der Nähe des Kinderladens vorbei: "Kann ich nachher in mein Kinderladen gehen?" Zuhause haben wir dann erstmal ausgepackt und ausgeräumt. Nachmittags kamen Elise und Pit (ihre zwei besten Freunde aus unserem Haus) vom Kinderladen nach Hause und hatten für Amelie im Garten eine kleine Willkommensparty mit Blumen, Kuchen und Gedicht vorbereitet. Die drei haben sich gesehen und nach fünf Minuten zusammen gespielt, als wäre Amelie mal eben über das Wochenende weggewesen. Unglaublich.

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