SCHULBEFREIUNG & LERNEN UNTERWEGS
 
1) Wie wir Amelies Schulbefreiung erreicht haben
2) Welche Lernmaterialen wir eingepackt haben
3) Wie Amelie auf Reisen
lernt


1) Schulbefreiung
Sehr frühzeitig - im Juni 2009, also etwa ein halbes Jahr vor Antritt unserer Reise - haben wir uns mit beiden Klassenlehrerinnen von Amelie zu einem 20minütigen Gespräch zusammengesetzt und ganz offen über unsere Pläne gesprochen. Dabei wussten wir lediglich, dass wir zwischen vier und sechs Monaten verreisen wollten. Das Reiseziel und -start waren zu dem Zeitpunkt noch offen. Im Gespräch wollten wir erfahren:

a) Wie sind generell die Chancen für eine Schulbefreiung einzuschätzen?
b) Welche bürokratischen Schritte sind für eine Schulbefreiung zu tätigen?


Beide Lehrerinnen waren von der Idee begeistert und sahen bezüglich Amelie nichts was dagegen spräche. Ausschlaggebend dafür waren einerseits Amelies schulische Leistungen - die sind nach wie vor sehr gut - und andererseits die vorhandene Lernbegeisterung Amelies. Amelie macht gerne Aufgaben, immer schon mehr als sie eigentlich muss. Daher sind die Lehrerinnen davon ausgegangen, dass es für Amelie weder vom Können noch vom Wollen eine Schwierigkeit darstellen dürfte, den Schulstoff im Ausland zu bearbeiten.

Der nächste Schritt war ein formloser schriftlicher Antrag an die Schulleitung (Kopie davon reichen wir als PDF nach). Die Schulleitung stützte sich (in unserem Fall) in ihrem Urteil weitgehend auf das Votum der Klassenlehrerinnen. Nach wenigen Tagen erhielten wir die Zustimmung handschriftlich auf unserem eingereichten Antrag.

So ist es uns in Berlin ergangen. Die Prozedur bzw. Bewilligung der Schulbefreiung kann je nach Schulkonzept, Einstellung der Klassenlehrer und Schulleitung und bundesland-spezifischer Formalitäten bzw. Rechtslage stark variieren. Wir sind dabei, dies eingehend zu recherchieren, da uns immer wieder Anfragen zur Schulbefreiung erreichen. Daher würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Ihr uns Eure Erfahrung dazu schreiben würdet. Wir werden dann dieses Special entsprechend erweitern. Danke!
 
2) Lernmaterialien
Zwei Wochen vor Ferienbeginn hat Annette sich einzeln mit den Lehrern getroffen bzw. mit diesen gemailt oder telefoniert, um zu erfahren, welcher Lernstoff in den Monaten unserer Reise in der Schule (und von uns) behandelt wird und welche Materialien wir dafür mit auf Reise nehmen müssen. Für folgende Fächer haben wir Bücher - nebst Arbeitsblättern und ein paar fachlichen Kartenspielen - eingepackt:

• Deutsch
• Mathematik
• Geschichte
• Geographie
• Französisch (plus Lernkartei)



 
Die Materialien der fünf Fächer (von oben links nach unten rechts: Mathe, Deutsch, Französisch, Geographie, Geschichte)
 
Um Gewicht zu reduzieren, haben wir für Geographie die Atlasseiten, die zur Bearbeitung der Aufgaben nötig sind, eingescannt. Drei Lektionen aus dem Französischbuch, ein Mathearbeitsheft und diverse Diktatvorlagen scannten wir ebenfalls ein. Dennoch sind wir letztendlich auf stattliche 6 kg Lernmaterial gekommen, die wir in einer separaten Schultasche mit uns herumschleppen.
 
Für folgende Fächer ist kein Unterricht während der Reise gefordert und folglich haben wir keine Materialien eingepackt:

• Naturwissenschaften (während unserer Reisezeit liegt der Schwerpunkt des Schul-
curriculums auf Experimenten u.a. mit Strom. Hier wurde nicht verlangt, dass Amelie
den Lernstoff auf der Reise theoretisch nachvollziehen müsse)
• Soziales Lernen
• Sport
• Musik


3) Lernen auf Reisen
Spätestens alle zwei Tage macht Amelie Aufgaben - meist ohne Aufforderung und nach eigenem Gusto. Am Vormittag oder am Nachmittag, aber stets während Smilla schlummert, ist die beste Zeit dafür. Dann arbeitet Amelie emsig bis zu 2,5 Stunden ohne Pause an ihren Arbeitsheften. Im Schnitt sind das ca. 1,25 Stunden Hausaufgaben pro Tag. Ihr Tagebuch aktualisiert sie täglich. Etwa alle 3 - 5 Wochen kommt ein Aufsatz dazu (Beispiel siehe Schildkrötenaufzuchtstation).

Den Aufsatz schreibt Amelie direkt in den Computer und mailt diesen dann (als PDF-Datei über ein eigenes Mailprofil in Maltes Outlook) an Klassenkameraden und Lehrer. So bleibt sie in Kontakt und bekommt obendrein noch Feedback.

 

 

 

Amelie ist neun Jahre alt und geht in die vierte (ihrer jahrgangsübergreifenden
4/5/6.) Klasse.


 

Die Prozedur bzw. Bewilligung der Schulbefreiung kann je nach Schulkonzept, Einstellung der Klassenlehrer und Schul-leitung und bundeslandspe-zifischer Formalitäten bzw. Rechtslage stark variieren.

Wir sind dabei, dies eingehend zu recherchieren, da uns immer wieder Anfragen zur Schulbe-freiung erreichen. Daher würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Ihr uns Eure Erfahrung dazu schreiben würdet.

Wir werden dann dieses Special entsprechend erweitern. Danke!


 

Demnächst folgen weitere Specials: Welche Baby-Ausrüstung wir für Smilla einpacken, Amelies Tagebuch und ein Bilderrätsel für Kinder.